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Free Palestine zu sagen ist nicht extremistisch. Das Schweigen zu dem was in Gaza passiert, was in der Westbank passiert, ist es.
Einige sagen „das Thema ist zu komplex“ - und schweigen zu Genozid, Apartheid, rechtem Siedlerterror und Besatzung.
Was in Palästina geschieht, geschieht nicht in unserem Namen.
In Gaza werden nach wie vor ganze Familien durch Bomben ausgelöscht und tagtäglich wahllos Zivilist:innen umgebracht, unter ihnen viele Kinder. Hungernde Menschen suchen an den wenigen israelisch kontrollierten Ausgabestellen nach Hilfe und finden dort stattdessen den Tod. Unabhängige humanitäre Hilfe und Versorgung wird durch Israel blockiert und verhindert. Fast die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens befindet sich auf der Flucht. Ein sogenannter Friedensplan eines Donald Trump mit Unterstützung von Benjamin Netanyahu wird vieles bedeuten - aber sicherlich keinen gerechten Frieden für die palästinensische Bevölkerung. Die Gewalt in der von Israel besetzten Westbank eskaliert täglich, rechtsradikale Siedler attackieren und terrorisieren die lokale Bevölkerung mit der Rückendeckung der israelischen Besatzungsarmee. Illegale Siedlungen an allen Orten, eine zwei Klassen Gesellschaft, tausendfache Repression, Folter in den Knästen und jahrelange Haft ohne Anklage. Das ist Alltag in Palästina, das ist der Alltag für die palästinensische Bevölkerung die unter Besatzung lebt. Überall Mauern, Checkpoints, Erniedrigung, Gewalt. Besucht die Westbank - ihr könnt es an jeder Ecke beobachten.
Das Vorgehen der israelischen Regierung wird von Expert:innen und internationalen Organisationen seit Langem als Genozid beschrieben und vom Internationalen Gerichtshof als solcher untersucht. Während jede:r sehen kann, wie die israelische Armee mutmasslich Kriegsverbrechen in Gaza und der Westbank verübt, leugnet die Bundesregierung diese systematische Gewalt und beteuert bedingungslose Solidarität mit einer rechtsradikalen Regierung, mit einem Kriegs-Regime.
Wir wollen die deutsche Komplizenschaft beenden und mit diesem Motiv ein Zeichen gegen die sogenannte Staatsräson und für internationale Solidarität setzen!
Deutschland hat seine unbedingte Unterstützung für Israel zur Staatsraison erklärt – wegen der deutschen antisemitischen Geschichte, wegen des Holocausts. Aus der deutsche Verantwortung für den Holocaust lässt sich tatsächlich ein unbedingtes Bekenntnis zu den Menschenrechten ableiten - nämlich das diese universell sind und für alle Menschen gelten - keinesfalls aber die Unterdrückung von Stimmen, die Kritik an einem Staat üben, der einen Krieg gegen die Bevölkerung in Gaza, in der Westbank führt der zehntausende zivile Opfer fordert. Deutschland sagt von höchster Stelle, das Israel die „Drecksarbeit“ für uns alle erledigt und spricht damit der internationalen radikalen Rechten von Springer, Robinson, Trump, Gauland, Musk bis Urban, Miley und Wilders aus der Seele. Die beispiellose Repression gegen die paslästinensische Bewegung, die Hetze in den Medien, die Diffamierung, die Polizeigewalt gegen Demonstirerende - das alles muss als Teil des gegenwärtigen Rechtsrucks verstanden werden. Auch aus diesem Grund heisst Antifa, heisst Links sein Free Palestine.
Free Palestine heißt nicht und niemals „ein Land ohne Jüdinnen und Juden“ sondern gleiche Rechte, gerechter Frieden, Demokratie und Teilhabe für Alle! Und wir bedingungslos an einer Seite stehen, dann an der Seite der Menschen die sich für unteilbare Gerechtigkeit im nahen Osten einsetzen, scheissegal welche Religion sie haben. Das heißt „Free Palestine!“ Eine Auseinandersetzung mit der europäischen Kolonialgesschichte sowie der deutschen Staatsräson ist dabei unabdingbar! Meinungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit, Kunstfreiheit, Forschungsfreiheit – alles steht derzeit zur Disposition infolge einer zur autoritären Bekenntnishülse verkommenen Symbolpolitik gegen Antisemitismus. In Deutschland werden jüdische Linke, arabische Intellektuelle gecancelt, Veranstaltungen verboten, auf Demonstrationen kommt zu teils entfesselter Polizeigewalt. Für die Vorwürfe der Unterdrückung der Palästinenser:innen und des Krieges ohne Rücksicht auf Zivilist:innen gibt es sachliche Grundlagen. Wer die Kritik an der israelischen Politik als antisemitisch ansieht, muss erst jüdische Menschen mit Israel gleichsetzen und das wiederum ist eindeutig antisemitisch. Natürlich kann Israel-Kritik in Antisemitismus übergehen oder aus niederen Beweggründen von Falschen benutzt werden. Doch wer sich auf der Grundlage von Tatsachen oder plausiblen faktischen Anhaltspunkten äußert, der äußert sich nicht diskriminierend, sondern sachlich. Sowohl aus der IHRA-Definition als auch aus der Jerusalem Erklärung geht klar hervor, dass jüdische Menschen nicht mit dem Staat Israel gleichzusetzen sind, nur weil sie jüdisch sind.
Wer linken, pro-paläsitnensischen Protesten pauschal Antisemitismus unterstellt, negiert die Tatsache, dass die Hauptmotivation der Bewegung der Kampf gegen die eklatante Ungerechtigkeit ist, der Palästinenser*innen seit Jahrzehnten ausgesetzt sind. Die Mehrheit der deutschen Linken schweigt aus Furcht als antisemitisch gelten zu können, zum Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung. Dieses Schweigen macht sie zu Komplizen einer Politik, die zwei Millionen Menschen in Gaza das Lebensrecht abspricht - unzählige Male wurde im israelischen Parlament dazu aufgefordert, Gaza in Schutt und Asche zu legen. Es wurde behauptet, dass es dort keine unschuldigen Menschen gäbe. Die deutsche Staatsraison unterstützt eine Regierung, die rechtsradikalen, religiösen Siedlern in der Westbank zu Pogromen ermutigt und einer Armee die eben diese bei Vertreibung, Mord und Unterdrückung in der Westbank unterstützt. Wer allerdings meint Kritik an der Politik des Staates Israels oder seine Wut auf die Ungerechtigkeiten und den Krieg dadurch äußern zu müssen, jüdische Menschen zu bedrohen oder seinen Protest vor jüdische Einrichtungen zu tragen ist auch unser Feind! Basta!
Und wer meint sich bedingungslos an die Seite einer in Teilen offen faschistischen Regierung und ihrer Kriegsmaschine stellen zu müssen, hat seine Entscheidung getroffen. Wir stehen an der Seite der Unterdrückten und Ausgebeuteten.
Die Logik der Gewalt muss überwunden werden, die Logik von Krieg, Besatzung und Ungleichheit muss durchbrochen werden.
Disorder Rebel Store
Herbst/Winter 2025
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STATEMENT GEGEN ANTISEMITISMUS UNTER DEM VORWAND DER PALÄSTINASOLIDARITÄT
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"Allen, die meinen, sie müssen ihren Antisemitismus unter dem Vorwand der Palästina-Solidarität verbreiten, sei folgendes gesagt: Wir brauchen Eure "Solidarität" nicht. Wenn Ihr Juden* hasst, habt Ihr nichts bei uns verloren. Wir sind für ein freies Palästina, weil wir gegen alle Formen von Unterdrückung und menschenbezogener Feindlichkeit sind. Wir sind gegen den zionistischen Apartheidstaat Israel, aber wir sind auch gegen seine Gleichsetzung mit dem Judentum. Diese Gleichsetzung ist genauso antisemitisch wie der Spruch "Scheiß Juden". Wir stehen an der Seite der Juden und Jüdinnen, die nun von einigen für die Taten Israels verantwortlich gemacht und angegriffen werden, nur weil sie Juden und Jüdinnen sind..." Erklärung der Jewish Antifa Berlin
weitere Informationen zum Them Palästina / Israel findet ihr zum Beispiel hier: